Elektro wächst und wächst

Patrick Ineichen

Patrick Ineichen

CEO und Partner der procorp GmbH

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Auch 2021 war geprägt durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie. So liegt die Zahl an Neuzulassungen bei Personenwagen deutlich unter dem Vor-Pandemie-Niveau aus 2019. Jedoch gab es im Bereich der Elektrofahrzeuge deutliche Zuwächse und die Schweiz schiebt sich mit 13.3 Prozent Elektro-Anteil in das vordere Feld der Top 10 in Europa.

Einbrüche in den Lieferketten, Mangel an elektronischen Bauteilen resp. an Rohstoffen in der Fahrzeugproduktion und internationale Transportbeschränkungen haben im vergangenen Jahr die Fahrzeugindustrie stark beeinflusst . Zum Jahresende zeichnete sich aber wieder eine steigende Nachfrage nach Personenwagen ab und vor allem Elektrofahrzeuge haben bei den Marktanteilen kräftig zugelegt. Der Abwärtstrend bei Benzin- und Dieselfahrzeugen lässt sich klar erkennen.

Getrieben durch neue regulatorische Ziele in der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten, die auf einen Elektro-Anteil von mindestens 50 Prozent bis 2030 abzielen, und ein früheres Verbot von Verbrennungsmotoren in vielen Ländern, hat sich die Marktentwicklung alternativer Antriebe spürbar gedreht. Fahrzeug-Hersteller und -Importeure haben seit Beginn der Chip-Krise bei der Produktion und Auslieferung Elektrofahrzeuge bevorzugt. Dies zeigt sich nun in den Verkaufszahlen.

Elektro verzeichnet Rekordwerte

In der Schweiz und Liechtenstein wurde bei den Elektrofahrzeugen ein Rekordmarktanteil von 44,5 Prozent erreicht, wobei der stärkste Zuwachs zum Vorjahreswert mit jeweils über 60% bei den batterieelektrischen Fahrzeugen und den Hybridfahrzeugen zu verzeichnen ist. Plug-in-Hybride konnten im Vergleich zu 2020 um knapp 50% Marktanteil zulegen.

Nach wie vor führt der Tesla Model 3 die Liste der Top 15 der batterieelektrischen Fahrzeuge an.  2021 lancierten viele Hersteller zahlreiche neue Modelle, die sich prompt in die Top 15 einreihen konnten und frühere beliebte Modelle, wie z.B. den Nissan Leaf, von den Plätzen verdrängten. Zudem konnten neue Marken wie Polestar oder der US-Elektroautoentwickler Rivian im Bereich der Nutzfahrzeuge von sich reden machen.

Die Elektro-Modellpalette und die Anzahl der Hersteller steigern sich kontinuierlich. Bis 2025 sind über 330 Modelle von den Herstellern angekündigt, darunter zahlreiche neue reine Elektrofahrzeuge (BEV), Brennstoffzellen-Fahrzeuge (FCEV), Erdgas- bzw. Biogasfahrzeuge (NGV) und Plug-in-Hybridfahrzeuge (PHEV). Bei den BEV planen die Hersteller der bereits jetzt schon stark vertretenen Marken, ihr Angebot noch auszubauen.

Quellen: BFE, auto schweiz, electro suisse

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